Mein Weg zum WyngTjun und Escryma
Im Alter von 14 Jahren begann ich, motiviert durch meinen Grossvater (er war Boxer) und Bruce Lee's Filme und Bücher, mein Training. Ich wollte mein Durchsetzungsvermögen und meine Verteidigungsfähigkeit auf der Strasse stärken und so trainierte ich mehrmals wöchentlich zu Hause. Zum Programm gehörten Sandsack- und Lauftraining sowie Technik- und Krafttraining. Ich brachte mich in Form und machte einige Probestunden Judo, Taekwondo, usw. in verschiedenen Vereinen mit, war aber auf der Suche nach reller Selbstverteidigung und nicht nach « Sportkampf ».
1982 fand ich dann per Zufall eine WyngTjun Schule in Gummersbach und meldete mich kurz darauf an. Das Training bei meinem damaligen Sihing Leo Czech gefiel mir sehr gut und machte rasch Fortschritte. Sihing Leo ging später mit seinem Lehrer nach Italien um dort WyngTjun zu verbreiten.
1985 wurde ich WyngTjun-Ausbilder und hatte schon damals den Wunsch hauptberuflich zu unterrichten.
1986 eröffnete ich dann meine erste Schule in Engelskirchen bei Köln. Kurz darauf folgten weitere Unterrichtsorte.
Den 1. TG. Im WyngTjun bestand ich 1986 und im gleichen Jahr startete ich mit dem Escrymatraining.
3 Jahre später wurde ich Profiausbilder, mein Traum ging in Erfüllung, hauptberuflicher Kampfkunstlehrer, sowas war damals noch ziemlich selten.
1991 wurde ich dann zum Sifu und Cheftrainer für Luxemburg ernannt. Mit Hilfe von meinem Schüler und Freund Uwe Lieske (3. TG . WyngTjun / 1. TG. Escryma) enstanden über die Jahre mehrer Schulen in diesem « kleinen » und liebenswerten Land im Herzen Europas. Mein erster luxemburgischer Schüler Romain Thiel bereitet sich bereits auf seinen 3. TG. WyngTjun vor. Ausser ihm unterrichten noch einige andere Ausbilder und Technikergrade dort. WyngTjun und Escryma erfreuen sich wachsender Begeisterung. Im Dezember 2006 feiern wir dort unser 15jähriges Jubiläum.
Mit meinem Schüler und Partner Sifu Andreas Geller übernahm ich 1995 das Amt des Landestrainers für eines der grössten Länder der Erde, Brasilien. Seitdem reisen wir jährlich 4-6 mal in dieses Traumland um dort WyngTjun und Escryma bekannt zu machen. Anfangs kamen zur weiten Distanz und unterschiedlicher Mentalität noch Sprachschwierigkeiten dazu. Dies konnte aber nach einigen Jahren überwunden werden. Wir haben gelernt uns anzupassen und durchzusetzen.
Wir konnten einige Gruppen aufbauen und im Jahr 2000 einen WingChun-Ausbilder mit 14 Jahren Erfahrung von unserem WyngTjun-System überzeugen, so dass er mit seinen Schulen wechselte. Im März 2001 überzeugten wir einen weiteren WC-Ausbilder (18 Jahre Erfahrung). Er hat sich uns jetzt mit seinen Schulen angeschlossen. So wächst die südamerikanische ISMA (ehemal OEWTB) beständig weiter.
Spezialeinheiten der Polizei wurden auf uns aufmerksam und lassen sich auf speziellen Seminaren von uns ausbilden.
1999 haben wir das erste Buch « WyngTjun-Defesa Pessoal » in portugiesischer Sprache herausgebracht und danach folgten einige Lehrvideo-Produktionen.
Nach über 23 Jahren Kampfkunsttraining und Abschluß des gesamten ISMA-WyngTjun und Escryma Systems habe ich mich zusammen mit meinem Ausbilderteam im April 2006 zur Gründung einer eigenen Kampfkunstfamilie entschlossen. Der Name dieser neuen Organisation lautet: International Society of Martial Arts - ISMA
Mein Ziel für die Zukunft ist es noch viele gute ISMA-WyngTjun und Escryma Schüler weltweit auszubilden und mich als Kampfkünstler und Lehrer weiterzuentwickeln.
Dai-Sifu Hans-J. Remmel, 04/2006